Turniere/Freundschaftsspiele

Auf dieser Seite bringen wir alle sonstigen Turniere und Freundschaftsspielen im In- und Ausland, an denen der LGKSV teilnimmt


Kegelturnier zum 35-Jahre-Jubiläum des GSZ Graz

am 20. Oktober in Graz, Kegelbahn ASKÖ-Sportcenter, Pichlergasse 22, 8041 Graz


Spielbericht zum Jubiläumskegelturnier des GSZ Graz

 

Der GSZ Graz, 1983 gegründet, lud alle österreichischen Gehörlosensportvereine zu seinem zu einem Kegelturnier anlässlich seines 35-jährigen Jubiläums ein.

 

Fast alle meldeten sich dazu an, außer dem Salzburger GTSV, der zu seinem Leidwesen wegen eines Meisterschaftsspieles nicht kommen konnte. Mit dem KSV Gratkorn nahm auch ein hörender Verein am Jubiläumsturnier teil. Der österreichische ÖGSV-Nationaltrainer, Raimund Postl, spielt für diesen Verein und machte selbstverständlich mit.

 

Bereits um 9 Uhr fanden sich die ersten Mannschaften im Sportzentrum in der Pichlergasse in Graz-Liebenau ein. Die Kegelbahn dort ist sehr „hart“ und von allen gefürchtet wie respektiert. Georg Friedberger als Organisator des Turniers, kümmerte sich um alles, sah vor dem Spiel nach, ob mit der Bahn alles in Ordnung wäre. Was er allerdings nicht entdeckte, war, dass die Bahn 1 nicht ganz ok war, wie sich später herausstellte.

 

Um 10 Uhr fingen die ersten Starter an. Wir hatten noch Zeit, unser erster Einsatz würde um 11 Uhr sein.
Georg Friedberger war einer der Favoriten auf die Tagesbestenwertung. Oft erreichte er auf dieser Bahn mehr als 500 und es war nicht anzunehmen, dass es an diesem Tag anders sein sollte. Es kam aber leider anders, er konnte nicht zu seiner sonst starken Form finden und erreichte lediglich 491.
Markus Oberroithmair vom GSC Linz dagegen spielte groß auf. Er hielt bei genau 500 und sorgte damit für den ersten 500er des Tages.

 

Manfred fing dann als unser erster Starter an. Er fühlte sich aber nach kürzlich überstandener Grippe gesundheitlich noch nicht ganz ok, das sich auch in seinem Spiel niederschlug. Dazu kamen ständige Bahngebrechen auf Bahn 1, die zu spinnen anfing. Das bewirkte längere Unterbrechungen und alle Spieler mussten mehrere Minuten warten, bis sie weiterspielen konnten. Kurz und gut, Manfred kam lediglich auf 480 und war darüber etwas geknickt.

 

Andi versuchte dann als  zweiter Starter von uns die Bahn zu bezwingen. Er war zwar noch nicht ganz fit wegen seinem lädierten Knie, biss aber die Zahne zusammen und konzentrierte sich voll auf sein Spiel. Sein Lohn waren 511, die dafür sorgten, dass wir im Rennen um den Sieg nicht abzuschreiben waren. Der KSV Gratkorn wurde mit seinem Spitzenspieler Gerhard Ladreiter nämlich brandgefährlich, als dieser 542 auf die Bahn bombte. Auch beim GSC Linz stand deren Spitzenkegler Robert Marolt noch im Startloch und wartete auf seinen Einsatz. Dieser gestaltete sich aber für ihn kläglich, er kam bloß auf 504.

 

Als Dritter unserer Gladiatoren stieg nun Bodo in den Ring. Er ließ zu Anfang auch keine Zweifel an seiner Spielstärke aufkommen und erreichte im 1. Satz fast 150. Stolze 507 brachte er letztendlich dann nach Hause.

 

Auch Ivan spielte groß auf, er hatte es sogar in der Hand, Andi die Führung in der Einzelwertung abzujagen und bester Linzer zu werden. Aber jedes Spiel ist auch eine Nervensache. Seine hielten leider nicht, er kam lediglich bis auf 2 Kegel an Andi heran.

 

Egal, uns war der Sieg damit nicht mehr zu nehmen. 73 Kegel Vorsprung hatten wir vor dem Zweiten KSV Gratkorn. Der Dritte, der GSC Linz, war mit 174 Kegel Rückstand schon um Welten weg.

 

Da der GSZ Graz nicht mit seiner stärksten Mannschaft spielte, wurde er auch nur Vierter, allerdings knapp mit 9 Kegel Vorsprung vor dem Fünften, dem GSV Kärnten.

 

Etwas leid taten uns die Wiener, die auf dem unrühmlichen letzten Platz landeten. Sie hatten auf einen Spieler verzichten müssen, der kurz vor dem Turnier krank wurde und mussten auf einen Leihspieler zurückgreifen. Dafür stellte sich Josef Kermautz von den Grazern zur Verfügung. Er hatte aber lange nicht mehr gespielt und sein Ergebnis fiel dementsprechend aus.

 

Abends ging dann die Siegerehrung bei der Jubiläumsfeier im Grazer Vereinsheim in der Radegunderstrasse über die Bühne. Manfred war nicht mehr dabei, musste vorzeitig die Segel streichen und heimfahren, da er sich nicht wohl fühlte. Der Rest unserer Mannschaft nahm natürlich an der Jubiläumsfeier teil und blieb dort recht lange.

Andi bekam dabei den Preis für den Besten der Tageswertung bei den gehörlosen Spielern.

Er war sehr stolz darauf, hatte er doch lange kein gutes Ergebnis aufzuweisen. Selbst in Linz beim DWP-Turnier vor zwei Wochen hatte Andi nur 475. Und nun 511 auf dieser harten Bahn, dazu als bester Gehörloser Spieler! Herz, was willste mehr?...

 

Wir haben nun auf der österreichischen Kegel-Landkarte keine weißen Flecken mehr. In jedem Ort gewannen wir, entweder ein Turnier oder die ÖM. Grund genug, stolz auf unsere Kegel-Helden zu sein!

 

Bilder

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